Sie finden eine Reihe von Notizen über mich und meine Arbeit, aber auch und
vor allem über das Europaparlament und dessen Arbeitsweisen – das schließt außer
Brüssel auch Straßburg ein. Die Site ist zum Teil ein hoffentlich nützliches
Nachschlagewerk und macht klar, wie die EU, Europa und Teile der Welt
zusammenhängen.
Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie Anmerkungen haben, besonders, wenn es um
Hamburg geht. Die Hansestadt ist meine Wahlregion, und ihr bin ich vor allem
verbunden.
Herzlichst Ihr
Biografie
Vural Öger wurde 1942 in Ankara geboren und wuchs in
Istanbul auf. Seit 1960 lebt Vural Öger in Deutschland. 1990 bekam er die
deutsche Staatsbürgerschaft.
Aktivitäten
Vorsitzender des Kuratoriums der Deutsch-Türkischen Stiftung DTS
Beirat der Hanse Merkur Versicherungsgruppe - Integrationsbeirat der
Freien und Hansestadt Hamburg
seit 2004 Beirat im Goethe-Institut
Persönlich
Oft werde ich nach meinen persönlichen Vorlieben
gefragt - das ist vor allem Lesen. Überhaupt sind Bücher etwas Wunderbares. Zola
hat gesagt, der Roman sei die Welt gesehen durch ein Temperament.
Vural Öger: Offener Brief an meine deutschen Landsleute
Vielleicht klettern die fatalen 57 Prozent der Schweizer nach ihrem "Volksentscheid" gegen den Bau von Minaretten auf den nächsten Berg und schauen herüber zu uns. Es gab und gibt viele Gelegenheiten zu beobachten, wie die Deutschen auf den Bau von Moscheen vor ihrer Tür reagieren. Fast immer lief das ohne nennenswerte Kritik und sogar harmonisch ab.
Modell der modernen Moschee in Köln
2001 stellten im Kölner Stadtrat CDU und FDP den Antrag, ein islamisches Gebetshaus zu errichten, als "sichtbares Zeichen der Integration". Der Bau ist im nächsten Jahr fertig und ein Glanzstück moderner Architektur. An der Grundsteinlegung nahmen Katholische und Evangelische Kirche sowie die Jüdische Gemeinde teil. Der Integrationsbeauftragte des Landes NRW sprach dazu sein Grußwort auf Türkisch. In Duisburg ist die neue Merkez-Moschee schon 2008 übergeben worden. Ministerpräsident Rüttgers (CDU) kommentierte, angesichts der vielen Muslime in seinem Land müsse es mehr Moscheen geben. Diese sollten nicht in Hinterhöfen entstehen, sondern sichtbar sein. So weit, so gut.
Nun haben wir aber auch den Innenexperten Wolfgang Bosbach von der CDU, den das finstere Geschehen in der Schweiz zu der Forderung animierte, man müsse die Furcht der Bevölkerung vor der Islamisierung ernst nehmen, und der sich zudem zu der gefährlichen Dummheit verstieg, in der Architektur von Moscheen manifestiere sich ein "islamischer Herrschaftsanspruch". Ärger noch trieb es der Chefredakteur der "Weltwoche" Köppel, der hetzte, wenn Muslime unbedingt in einer Moschee mit Minarett beten müssten, dann "sollten sie doch in ein anderes Land gehen." Die rechtspopulistische Volksinitiative in der Schweiz wurde auf ihrer Homepage noch deutlicher: "Wer Minarette baut, will bleiben. Für die Bevölkerung sind Moschee und Minarett der unübersehbare Beweis dafür, dass die Einwanderer bleiben wollen."
Meldungen
Eine Ausländer-Regel soll fallen
Die Regelung, von der sich Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) verabschieden möchte, trägt einen Namen, der ein bisschen nach großer Wahlmöglichkeit klingt: "Optionsmodell". Aber so viel Auswahl bietet das Optionsmodell gar nicht. Denn danach müssen in Deutschland geborene Kinder von Ausländern im Alter zwischen 18 und 23 Jahren zwischen dem deutschen Pass und dem ihrer Eltern wählen. Entweder oder - dazwischen bleibt nicht viel Raum.
Schläfrige Justitia
In Mönchengladbach hat einst der Homo Sapiens residiert, allerdings zeitgleich mit dem Neanderthaler. Nach der Jungsteinzeit haben dann gelegentlich die Borussen von sich reden gemacht, was Fußballfreunde gern und andere überhaupt nicht zur Kenntnis nahmen. Dem Gesicht der Langeweile, die man am Niederrhein aber als solide preist, will nun offenbar die dortige Justiz Farbe verleihen.
Krümmel-Pannen
Wieder eine Sicherheitspanne Im Atomkraftwerk Krümmel. Der Betreiber Vattenfall hat das eingeräumt und eine defekte Überwachung des Transformators als Grund angegeben.
Die Türkei im aktuellen Blickfeld
Befragte meist überfordert
Die Bewohner Europas sind sich uneins über die Türkei und deren Beitritt zur EU. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter 5.000 Europäern. 47 Prozent waren dagegen, 47 Prozent für einen Beitritt.
Sollte es zu einem Referendum über die Frage kommen, dann wird es schwer für die Türkei. Denn offen bar sind die Befragten wenig über den Modus und die Konsequenzen eines solchen Beitritts informiert. Besonders Franzosen haben Vorbehalte gegen einen Türkei-Beitritt, vor allem wegen der vermeintlichen religiösen Prägung der Türkei, die trotz ihrer laizistischen Verfassung schlicht als "muslimisch" eingestuft wird, und die sich zudem längst zu den Grundwerten Europas verpflichtet hat.
Verbitterter Erdogan übt Kritik
Auf einem internationalen Demokratiekongress verlor der türkisch Regierungschef Erdogan kritische Worte über Versuche, die Regierung in Ankara mit falschen Fakten zu kritisieren oder gar zu stürzen. Der Premierminister sagte, die Türkei unterlaufe einen tiefgreifenden Reformprozess, doch die Öffentlichkeit könne sich nur schwer von veralteten Kontroversen trennen.
Mehr Deutsche mit Migrationshintergrund
Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts In Deutschland leben 15,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das wichtigste Herkunftsland war 2008 die Türkei.
Türkische Mühen um Afghanistan
Kurz vor der Londoner Afghanistan-Konferenz gewinnen internationale Bemühungen an Fahrt, Teile der Taliban zu einem Gewaltverzicht zu bewegen. Bei einem Gipfeltreffen der Präsidenten von Türkei, Afghanistan und Pakistan in Istanbul ging es unter anderem um eine Kontaktaufnahme zu den Taliban. Gastgeber Türkei kündigte ein verstärktes Engagement auch in anderen Bereichen an. So will Ankara in Afghanistan fast 70 Schulen bauen. Ein Kampfauftrag für die 1750 türkischen Soldaten am Hindukusch steht aber nicht zur Debatte.
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Vural, Öger, Oeger, Europa, Parlament, Abgeordneter, Brüssel, Straßburg, Hamburg, Tuerkei, Türkei, Istanbul, Ankara, Wirtschaft, Politik, BWU, Kirchmann, Berater,Wiesener