Ankara plant Spezialarmee
Die kurdischen PKK-Rebellen setzen der türkischen Regierung zu - militärisch wie politisch: Fast täglich verübt die PKK Angriffe auf Stellungen der Armee. Erst am Dienstag starben dabei wieder sechs Soldaten. Aus dieser Position heraus bot PKK-Chef Murat Karayilan an, die Waffen niederzulegen.
Die Regierung war kurz zuvor ihrerseits in die Offensive gegangen, denn die Bilder von weinenden Müttern, die sich an die mit Fahnen bedeckten Särge klammern, dringen tief ins öffentliche Bewusstsein.
Premier Recep Tayyip Erdogan will nun die Verluste durch die Aufstellung einer Spezialarmee senken.
Bisher werden in der gefährlichen Grenzregion Verbände eingesetzt, die größtenteils aus Wehrpflichtigen bestehen. Es sind meist die Söhne ärmerer Familien, denn wer Geld hat, kann es sich richten und kommt sicher nicht in den Osten. Den Rekruten steht eine PKK gegenüber, deren Kämpfer länger und härter ausgebildet sind, die Erfahrung in den Bergen haben und hoch motiviert sind.
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